Pflegegrundsätze im Bezirksseniorenheim Walding

Kongruente Beziehungspflege im Bezugspflegesystem

Unsere Philosophie lautet "So, wie der Mensch ist, darf er sein." Um das auch professionell umsetzen zu können, haben wir in unserem Hause ein modernes zeitgemäßes Pflegemodell eingeführt. Beziehungsarbeit ist in der Pflege von höchster Wichtigkeit. Sie stellt das eigentliche Arbeitsmittel für uns dar, wobei alle Mitarbeiter wie: Pflege, Verwaltung, Hauswirtschaft, Küche und Haustechnik speziell geschult wurden und jeder stellt sein Können, Wollen und Tun in diesen Dienst. Der große Unterschied zu anderen Pflegemodellen liegt darin, dass bei uns der Mensch nicht in Kategorien oder Aktivitäten des täglichen Lebens eingeteilt wird, nicht danach bemessen wird, was er noch kann oder nicht mehr kann. Viel wichtiger ist uns seine Biografie, sein Leben, welches er in unsere Einrichtung mitbringt.

Wir pflegen und betreuen den Menschen nicht so, wie wir gepflegt und betreut werden möchten, sondern so, wie es der Bewohner möchte. Dabei muss niemand seine Selbstständigkeit aufgeben, denn bei uns gehören Geborgenheit und Selbstbestimmung zusammen. In unseren multiprofessionellen Pflegeteams haben die Bewohner immer eine Pflegefachkraft als festen Ansprechpartner. Diese wird sich als Ihre persönliche Bezugsperson bei Ihnen vorstellen.

Angehörige werden von Anfang an in die Betreuung und Pflege einbezogen, so wie Sie es wünschen. Die kontinuierliche Beziehung zwischen Bewohnern, Angehörigen und pflegerischer Bezugsperson ist eine Grundlage unserer Arbeit. Die kongruente Beziehungspflege setzt voraus, dass sich die Mitarbeiter im Haus mit der eigenen Persönlichkeit und ihren Beziehungen zu anderen Teammitgliedern auseinandersetzen. Die positive Einstellung zum Beruf, offene und ehrliche Kommunikation, sowie ein gepflegter Umgang sind Grundlagen für das Gelingen unserer Aufgaben.

"Die Beziehung zu anderen beginnt bei der Beziehung zu sich selbst. Diese Beziehung zu sich selbst wird in der Wechselwirkung zu anderen immer deutlich." (R. Bauer)